Couchsurfing Erfahrungsbericht

Couchsurfing Erfahrungsbericht

Couchsurfing Erfahrungsbericht

Von Ann-Katrin. Couchsurfing haben wir hier in Tasmanien zum ersten Mal ausprobiert. Darüber und über die Dinge, die ich an Australien so toll finde, möchte ich euch heute erzählen.

Couchsurfing ist eine App, in der nette Menschen eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit anbieten. Sie füllen dort einen Steckbrief aus und laden Bilder von sich, und wenn sie möchten, auch von ihrer Wohnung oder ihrem Haus hoch. Andere User können sich dann bei den Hosts bewerben: Sie haben ebenfalls einen Steckbrief ausgefüllt und fragen eine oder mehrere Übernachtungen an.

Wir haben schon oft von Couchsurfing gehört, hatten aber immer eine ganz andere Vorstellung davon: Wir dachten, dass wenn man bei jemanden übernachtet, man irgendwo in einem Wohnzimmer auf irgendeiner usseligen Couch schläft und keine Privatsphäre hat.

Dennoch dachten wir, dass wir Couchsurfing mal ausprobieren müssen, weil wir ja grundsätzlich erstmal alles ausprobieren möchten und schnell fanden wir heraus: Bei Couchsurfing tummeln sich unheimlich viele nette, total hilfsbereite Menschen, die einfach eine Freude daran haben, Reisende für eine Zeit mit in ihr Leben aufzunehmen und ihnen Hilfe anzubieten.

Couchsurfing in Tasmanien

Schon zum zweiten Mal sind wir jetzt bei Joel und Hayley, einem jungen tasmanischen Pärchen, das selbst viel gereist ist und sich vorgenommen hat, dafür etwas zurückzugeben.

Die beiden wohnen etwas außerhalb von Hobart und wir haben hier ein eigenes Zimmer mit einem großen Bett, dürfen die Küche mitbenutzen und uns ganz wie zuhause fühlen. Hayley und Joel sind super entspannt, sie sind viel unterwegs, aber haben uns auch schon ein bisschen die Hauptstadt gezeigt und wir hatten viel Spaß, als ich für uns alle gekocht habe und noch eine weitere Couchsurferin aus Frankreich zu Besuch war.

Für Joel und Hayley war selbstverständlich, dass wir zu jeder Zeit zurückkommen dürfen, wenn wir eine Unterkunft brauchen.

Begegnungen beim Couchsurfen

Fast eine Woche waren wir außerdem bei Ange. Das war ein ganz besonderes Erlebnis und sowohl Flo als auch ich waren überwältigt von ihrer Gastfreundschaft.
Ange hat lange Zeit bei der Navy gearbeitet, ist Mitte 40 und heute lebt sie gemeinsam mit ihren zwei Hunden Bosh und Hunter in einem Haus in der Vorstadt von Hobart. Ange ist alleinstehend und sagt selbst, dass ihr Gesellschaft gut tut. In den letzten sieben Jahren hat sie mehr als 400 Menschen im Rahmen von Couchsurfing bei sich wohnen lassen.
Dabei geht sie immer nach dem selben Muster vor: Sie nimmt nur Reisende ab 25 Jahren auf, schaut, ob ihr Profil interessant ist, achtet darauf, dass sie einen persönlichen Text als Anfrage schreiben und es keine Kettenmail ist. Dann sagt sie zwei Nächte zu, bevor sie entscheidet, ob der Couchsurfer länger bleiben darf.

Wir haben uns von Anfang an sehr wohl bei Ange gefühlt und die Chemie hat gepasst. Wir hatten eine fantastische Zeit bei ihr: Sie hat uns mit einem Abendessen empfangen, wir durften ihr selbstgebrautes Bier und den selbstgemachten Cider trinken, sie hat uns gezeigt, wie man braut, wir waren Blaubeeren pflügen und haben uns mit Blaubeer-Rumcocktails betrunken und sie hat uns nicht nur die Attraktionen der Stadt gezeigt, sondern uns auch mit zu Freunden aufs Land genommen.

Wir haben Ange Spritgeld gegeben und uns mit Kochen und Gartenarbeit revanchiert, mehr wollte sie für unsere Zeit bei ihr aber nicht von uns haben.

Am Ende unseres Aufenthalts hat sie uns sogar noch diverse Dinge für unseren Roadtrip geliehen.

Das Besondere am Couchsurfing

Mich hat die Woche bei ihr sehr berührt: Es ist unglaublich, dass es so Menschen wie Ange gibt, die jemand „Fremden“ so nah in ihr Leben lassen. Sie hat ihr Haus mit uns geteilt, uns Zugang zu ihrem Lebensmittelpunkt gewehrt und uns wie selbstverständlich ihr tasmanisches Leben gezeigt.

Ich habe mir vorgenommen, dass ich von dieser Freundlichkeit etwas mit nach Hause nehmen möchte und mir eine Scheibe von der Hilfsbereitschaft von Ange, Hayley & Joel abschneiden möchte. Die Eindrücke, die wir hier gesammelt haben, sind einmalig und kostbar und waren dabei sogar kostenlos. Einfach nur, weil jemand nett ist.

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